Beim 33. Int. Lauf um den Wolfgangsee über 27 km und ca. 250 Hm ging der Zelenka-Clan an den Start.
Mit dem Sieg hatten sie zwar beim Rekordstarterfeld von 2478 Läufern nichts zu tun, den holte sich der Kenianer Kenduiywo Barnabas aber die Leistungen können sich trotzdem sehen lassen:
Zelenka Gernot 2:06:13
Zelenka Holger 2:20:32
Zelenka Peter 2:29:52
Der Lauf aus der Sicht eines Mountainbikers:
An den Start dieses Langstreckenklassikers hat mich ja nur meine große Klappe gebracht, Aussagen wie: “Mit meiner Ausdauer vom Biken schaff ich das ja mit Links” etc. führten dann unweigerlich zur Anmeldung und dann mal zum Abwarten, bis ca. 2 Monate vor dem Start, denn da wurde ich dann schon nervös als ich das erste Mal so um die 15 km gelaufen war und danach feststellen musste das 27 km schon sehr weit sein können. Außerdem war ja da noch der Berg der nach 3 km zu überwinden ist…
Naja ein paar Trainingsläufe später stand ich dann wirklich am Start, das Wetter natürlich mies, bis kurz vor dem Start starker Regen, der dann gottseidank aufgehört hatte.
Zu erwähnen vielleicht noch das ich fast alle Laufbekleidungsstücke zuhause vergessen hatte….
Dann der Start und nach 3 km war er direkt vor mir, der Anstieg schnurgerade hinauf und eine endlose Masse wälzte sich himmelwärts, zu Beginn auf Asphalt wurde die Unternehmung dann schottrig, felsig und immer steiler, mit dem Mountainbike wär das an diesem Tag nicht zu bezwingen gewesen da der Untergrund total glitschig war. Die meisten gingen hier rauf, ich quälte mich laufend weiter und kurz bevor ich ebenfalls aufgeben wollte war ich oben und nun gings bergab, auch nicht weniger steil und furchtbar nass…
Endlich unten vermeldete mein rechtes Knie das es mit dieser Behandlung gar nicht zufrieden sei und begann ordentlich zu stechen, meine Muskeln gaben auch schon erste Müdigkeitserscheinungen von sich und das tolle war, das ja jetzt nur mehr ein Halbmarathon zu bewältigen war!
Irgendwann fand ich aber dann meinen Rhythmus, vergass alle Schmerzen, auch die Blase die sich an meiner rechten Innensohle gebildet hatte und bei jedem Schritt einen kleinen stechenden Schmerz aussandte, und auch das es mittlerweile in Strömen regnete.
Ich versuchte weder auf die Kilometerangaben noch auf die Zeit zu achten sondern redete mir ein das ich nur geradeaus im flachen laufen müsste, was ist da schon groß dabei?
Und es klappte, als ich die 17 km Markierung passierte dachte ich: Und dann sinds nur mehr 9 dann 8 dann 7…6…5…4 und wirklich irgendwann kam dann die 5 km Markierung und anstatt Richtung Ziel in St.Wolfgang zu laufen führte die Strecke geradewegs in die entgegengesetzte Richtung, ein kleiner psychischer Knacks entstand zwar aber das konnte mir nun auch nichts mehr anhaben, naja die Steigungen auf den letzten 3 Kilometern vielleicht dann doch denn den Zielsprint den ich mir vorgenommen hatte schaffte ich dann nicht mehr wirklich, ich war überglücklich als ich die letzten Meter ins Ziel zurücklegte und der Sprecher meinen Namen verkündete.
Mein Ziel durchzukommen und so um die 2:30 zu laufen hatte ich erreicht und 11.53 km/h über 27 km mit einem Berglein zu laufen ist ja auch nicht schlecht oder?
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